Dateigröße von Bildern verkleinern: Windows, Mac, iPhone und Android

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Ein Handyfoto hat schnell 3 bis 5 MB, ein als PNG gespeicherter Screenshot manchmal noch mehr. Auf dem Handy stört das kaum. Ärgerlich wird es, wenn das Bewerbungsportal nur 200 KB annimmt, die E-Mail mit zehn Urlaubsfotos am Anhangslimit scheitert oder die Bilder auf Ihrer Website ewig laden.

Um eine Bilddatei kleiner zu machen, gibt es genau vier Stellschrauben: weniger Pixel, eine niedrigere JPG-Qualität, ein sparsameres Format und das Weglassen von Metadaten. Diese Anleitung zeigt, wie Sie das mit den Werkzeugen erledigen, die auf Ihrem Windows-PC, Mac, iPhone oder Android-Handy schon vorhanden sind, und wann es mit FormShrink schneller geht, zum Beispiel wenn eine Datei unter eine feste Grenze in KB muss.

Inhalt

Welche Methode passt zu Ihrem Bild?

Weniger Pixel bringen am meisten. Halbieren Sie Breite und Höhe, bleibt nur ein Viertel der Pixel übrig, und die Datei schrumpft ungefähr im selben Verhältnis. Ein 12-Megapixel-Foto hat 4032 × 3024 Pixel, für einen Laptop-Bildschirm reichen 1920 Pixel an der langen Seite völlig.

Eine niedrigere JPG-Qualität ist der zweite Hebel. Die Abmessungen bleiben gleich, und trotzdem spart das oft die Hälfte, weil Kameras ihre Fotos mit sehr hoher Qualität speichern. Das passende Format kommt dazu: Ein Foto, das als PNG gespeichert wurde, ist als JPG meist um ein Vielfaches kleiner. Das Weglassen von Metadaten wie Kameramodell und GPS-Position spart am wenigsten, schützt aber davor, dass ein Foto verrät, wo es entstanden ist.

Die Bordmittel von Windows, macOS, iOS und Android reichen, wenn die Datei einfach nur kleiner werden soll. Verlangt ein Formular dagegen eine feste Grenze in KB, landen Sie schnell beim Ausprobieren: verkleinern, speichern, Größe prüfen, noch einmal. Genau dafür ist ein Werkzeug mit Zielgröße gedacht.

Die Menüs heißen je nach Version etwas anders. Die genauen Schritte stehen in den folgenden Abschnitten.
GerätBordmittelWas sich ändertFeste Größe in KB?
WindowsFotos-App („Bildgröße ändern“) oder PaintPixelmaße, in der Fotos-App auch die JPG-QualitätNein
MacVorschau (Größenkorrektur, Exportieren) oder Finder-SchnellaktionPixelmaße, Format und JPG-QualitätNein, aber Vorschau zeigt die Dateigröße vor dem Sichern
iPhoneMail, Kurzbefehle, KameraformatPixelmaße und FormatNein
AndroidGalerie (Samsung), Zuschneiden, KameraauflösungPixelmaßeNein
Jeder BrowserFormShrinkPixelmaße, Format und QualitätJa, bei Ausgabe als JPG, PNG oder WebP

Dateigröße von Bildern unter Windows verkleinern

Windows 10 und 11 bringen zwei Werkzeuge mit. Die Fotos-App ist die bessere Wahl, weil sie neben den Pixelmaßen auch die JPG-Qualität senken kann. Paint ändert nur die Abmessungen, ist aber auf jedem Windows-Rechner vorhanden und speichert PNG- oder BMP-Dateien auf Wunsch als JPG.

So verkleinern Sie ein Foto mit der Fotos-App von Windows 11:

  1. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Bild und wählen Sie „Öffnen mit“ › „Fotos“.
  2. Klicken Sie oben im Fenster auf die drei Punkte (…) und wählen Sie „Bildgröße ändern“.
  3. Tragen Sie eine kleinere Breite oder Höhe in Pixeln ein und lassen Sie das Seitenverhältnis gekoppelt, damit nichts verzerrt wird. 1920 Pixel an der langen Seite genügen für Bildschirme, 1280 Pixel für die meisten E-Mails und Online-Formulare.
  4. Ziehen Sie bei JPG-Dateien den Regler für die Qualität auf etwa 80.
  5. Klicken Sie auf „Speichern“ und vergeben Sie einen neuen Dateinamen. So bleibt das Original erhalten.

Bilder auf dem Mac verkleinern

Mit Vorschau, dem Programm, das Bilder standardmäßig öffnet, können Sie ein Bild verkleinern und als JPG in beliebiger Qualität neu speichern. Beim Exportieren zeigt Vorschau die voraussichtliche Dateigröße an. Sie verschieben den Regler also einfach, bis die Zahl passt.

Vorschau ändert die geöffnete Datei direkt. Wollen Sie das Original behalten, markieren Sie es im Finder, legen mit Befehl-D eine Kopie an und öffnen die Kopie.

  1. Öffnen Sie das Bild in Vorschau und wählen Sie Werkzeuge › „Größenkorrektur“. In neueren macOS-Versionen heißt der Eintrag teils „Größe anpassen“.
  2. Aktivieren Sie „Größe proportional anpassen“ und „Bild neu berechnen“. Geben Sie eine kleinere Breite ein oder wählen Sie unter „Anpassen an“ eine vorgegebene Größe. Unten im Fenster sehen Sie, wie groß die Datei ungefähr wird. Bestätigen Sie mit „OK“.
  3. Wählen Sie Ablage › „Exportieren“ und stellen Sie als „Format“ JPEG ein.
  4. Schieben Sie den Regler „Qualität“ nach links, bis die angezeigte Dateigröße passt. Die Mitte ist meist ein guter Kompromiss.
  5. Klicken Sie auf „Sichern“.

Fotos auf dem iPhone verkleinern

Die Fotos-App hat keine Schaltfläche zum Komprimieren. Je nach Zweck gibt es trotzdem gute Wege zu kleineren Dateien.

Per Mail verschicken: Hängen Sie Fotos in der Mail-App an, bietet iOS an, sie statt in Originalgröße als „Klein“, „Mittel“ oder „Groß“ zu senden. Je nach iOS-Version erscheint die Auswahl beim Tippen auf „Senden“ oder im Kopfbereich der Nachricht. Für Fotos, die am Bildschirm angesehen werden, ist „Groß“ eine gute Wahl.

HEIC oder JPG: Standardmäßig speichert das iPhone Fotos als HEIC (Einstellungen › Kamera › Formate › „High Efficiency“). Das Format braucht deutlich weniger Platz als JPG, wird aber von vielen Portalen und Programmen nicht angenommen. Mit „Maximale Kompatibilität“ wird jedes neue Foto ein JPG, das überall funktioniert, die Dateien werden dadurch allerdings größer. Brauchen Sie JPGs nur beim Kopieren auf den Computer, lassen Sie die Kamera, wie sie ist, und wählen Sie in den Einstellungen der Fotos-App unter „Auf Mac oder PC übertragen“ die Option „Automatisch“. Ab iOS 18 finden Sie diese Einstellungen unter Einstellungen › Apps › Fotos.

Regelmäßig verkleinern: Mit der App Kurzbefehle verkleinern Sie Fotos mit einem Tippen. Den Kurzbefehl legen Sie einmal an:

  1. Öffnen Sie die App Kurzbefehle und tippen Sie auf „+“.
  2. Fügen Sie die Aktion „Fotos auswählen“ hinzu und schalten Sie die Mehrfachauswahl ein, wenn Sie mehrere Fotos auf einmal bearbeiten wollen.
  3. Fügen Sie „Bildgröße ändern“ hinzu und stellen Sie eine Breite ein, zum Beispiel 1600. Lassen Sie die Höhe auf automatisch, damit die Proportionen stimmen.
  4. Fügen Sie „Bild konvertieren“ hinzu, wählen Sie JPEG, senken Sie die Qualität etwas und schalten Sie „Metadaten beibehalten“ aus.
  5. Fügen Sie zum Schluss die Aktion zum Sichern im Fotoalbum hinzu, geben Sie dem Kurzbefehl einen Namen und starten Sie ihn.

Bilder auf Android verkleinern

Bei Android hängt viel vom Hersteller ab: Samsung, Google, Xiaomi und andere liefern eigene Galerie- und Kamera-Apps mit, und die Menüs heißen je nach Marke und Android-Version unterschiedlich. Diese Wege finden Sie am häufigsten.

Samsung Galaxy: Öffnen Sie das Foto in der Galerie, tippen Sie auf das Stift-Symbol zum Bearbeiten, dann auf die drei Punkte (⋮) und auf „Größe ändern“. Wählen Sie einen Prozentwert, tippen Sie auf „Fertig“ und speichern Sie. Über die drei Punkte lässt sich das Ergebnis auch als Kopie speichern, dann bleibt das Original erhalten.

Google Fotos: Eine Funktion zum Verkleinern gibt es nicht, aber Zuschneiden entfernt Pixel und macht die Datei kleiner. Tippen Sie auf „Bearbeiten“, schneiden Sie das Bild zu und speichern Sie es als Kopie. Die Sicherungsqualität „Speicherplatz sparen“ verkleinert übrigens nur die Kopien in Ihrem Google-Konto, nicht die Fotos auf dem Handy.

Kameraeinstellungen: Sind alle Fotos viel größer als nötig, senken Sie in der Kamera-App die Auflösung. Die Einstellung heißt je nach Gerät Bildgröße, Auflösung oder Megapixel und gilt nur für neue Aufnahmen. Viele Geräte bieten Modi mit 50 Megapixeln und mehr, für Bildschirm, Messenger und die meisten Ausdrucke reichen aber 12 Megapixel.

Für eine feste Größe in KB: Öffnen Sie FormShrink in Chrome auf dem Handy. Es funktioniert wie am Computer, und Ihre Fotos bleiben auf dem Gerät.

Dateigröße online verkleinern mit FormShrink

Mit Bordmitteln bleibt es ein Ratespiel. In FormShrink tragen Sie die gewünschte Größe ein, und das Tool probiert selbst aus, welche Qualität hineinpasst. Die Komprimierung läuft mit WebAssembly direkt in Ihrem Browser, Ihre Bilder werden also nicht hochgeladen. FormShrink ist kostenlos und braucht kein Konto.

Für gängige Grenzen gibt es fertige Seiten: 20 KB, 50 KB, 100 KB, 200 KB, 500 KB und 1 MB. Dort sind JPG-Ausgabe, Zielgröße und eine passende Obergrenze für die Pixelmaße schon eingestellt. Für alles andere nehmen Sie den Bildkompressor:

  1. Ziehen Sie bis zu 10 Bilder auf die Seite oder klicken Sie auf „Dateien durchsuchen“. FormShrink liest JPG, PNG, WebP, GIF, BMP und TIFF, jede Datei darf bis zu 50 MB groß sein.
  2. Im „Smart-Modus“ wählt FormShrink Format und Qualität selbst, Sie stellen nur einen Regler ein. Auf dem Reiter „Erweiterter Modus“ legen Sie „Ausgabeformat“, Qualität, „Bildgröße ändern“ und „Zielgröße (KB, optional)“ selbst fest.
  3. Klicken Sie auf „Bilder komprimieren“, vergleichen Sie Original- und neue Größe und laden Sie die Dateien einzeln oder mit „Alle herunterladen“ herunter.

Dateigröße verkleinern, ohne die Pixelmaße zu ändern

Manchmal sind die Abmessungen vorgegeben: Das Portal verlangt genau 600 × 600 Pixel, oder Sie brauchen die volle Auflösung für den Druck. Kleiner wird die Datei dann nur, wenn Sie ändern, wie die Pixel gespeichert werden.

JPG-Qualität senken. Kameras speichern JPGs mit sehr hoher Qualität. Neu gespeichert mit Qualität 75 bis 85 ist die Datei oft nur noch halb so groß, ohne dass Sie bei normaler Betrachtung einen Unterschied sehen. In Vorschau auf dem Mac lassen Sie die Größenkorrektur weg und nutzen nur den Qualitätsregler unter Ablage › „Exportieren“.

Fotos als JPG statt als PNG speichern. PNG ist verlustfrei. Für Screenshots und Logos ist das richtig, für Fotos reine Verschwendung: Dasselbe Foto ist als PNG leicht um ein Vielfaches größer.

Metadaten weglassen. Kameradaten, GPS-Position und eingebettete Vorschaubilder machen meist einige bis einige Dutzend KB aus. Bei kleinen Zielgrößen zählt das, und ohne Standortangabe geben Sie weniger über sich preis. FormShrink übernimmt keine Kamera-Metadaten in die komprimierte Datei.

Ein sparsameres Format, wenn es erlaubt ist. HEIC und verlustbehaftetes WebP erreichen dieselbe Qualität mit weniger Bytes als JPG. Viele Upload-Formulare nehmen aber nur JPG oder PNG an, prüfen Sie das also vor dem Umwandeln.

So behalten Sie in FormShrink die exakten Abmessungen:

  1. Öffnen Sie den Bildkompressor und wechseln Sie auf den Reiter „Erweiterter Modus“.
  2. Stellen Sie als „Ausgabeformat“ JPEG ein und achten Sie darauf, dass „Bildgröße ändern“ ausgeschaltet ist.
  3. Tragen Sie Ihre Grenze unter „Zielgröße (KB, optional)“ ein und klicken Sie auf „Bilder komprimieren“. Das Ergebnis hat dieselbe Breite und Höhe wie das Original.

Bilder für E-Mail komprimieren

Gmail nimmt pro Nachricht Anhänge bis 25 MB an, Outlook.com bis 20 MB. Größere Dateien verschicken beide stattdessen als Link über Google Drive oder OneDrive. Dazu kommt: Anhänge werden für den Versand kodiert und dabei um rund ein Drittel größer, und der Mailserver des Empfängers kann eine eigene, niedrigere Grenze haben. Planen Sie also mit deutlichem Abstand zum offiziellen Limit.

Zehn Originalfotos vom Handy mit je 4 MB ergeben 40 MB, zu viel für fast jedes Postfach. Auf 1920 Pixel und rund 200 KB komprimiert, sind es zusammen etwa 2 MB, und am Bildschirm sieht der Empfänger keinen Unterschied.

Manche Mail-Programme verkleinern Fotos selbst. Die Mail-App auf dem iPhone bietet die Größen Klein, Mittel und Groß an. Mail auf dem Mac hat rechts im Kopfbereich der Nachricht ein Einblendmenü für die Bildgröße. Im klassischen Outlook für Windows finden Sie unter Datei › „Informationen“ die Option „Größe von großen Bildern beim Senden der Nachricht anpassen“. Outlook verkleinert die Bilder dann auf höchstens 1024 × 768 Pixel.

Mehr Kontrolle haben Sie, wenn Sie die Fotos vor dem Anhängen komprimieren. Diese Werte haben sich bewährt:

1 KB = 1.024 Bytes. Die verlinkten Voreinstellungen speichern als JPG und verkleinern größere Fotos auf die genannte Seitenlänge.
ZweckLange SeiteGröße pro FotoVoreinstellung
Viele Fotos in einer Mail, etwa vom Urlaub1280 Pixelbis 100 KBBild auf 100 KB verkleinern
Fotos zum Ansehen am Laptop oder Handy1920 Pixelbis 200 KBBild auf 200 KB komprimieren
Schadensfotos, Belege und Details zum Hineinzoomen2560 Pixelbis 500 KBBild auf 500 KB verkleinern
Fotos, die der Empfänger ausdrucken möchtevolle Auflösung, bis 4096 Pixelbis 1 MBBild auf 1 MB verkleinern

Häufige Fragen zum Verkleinern von Bildern

Verliert ein Bild beim Verkleinern an Qualität?

Das Entfernen von Metadaten nicht, Verkleinern und JPG-Komprimierung dagegen schon ein wenig. In der Praxis sieht ein JPG mit Qualität 75 bis 85 am Bildschirm aus wie das Original, und ein Foto mit 1920 Pixeln füllt noch immer einen Laptop-Bildschirm. Arbeiten Sie trotzdem mit einer Kopie, denn jedes erneute Speichern als JPG kostet wieder etwas Detail.

Wie verkleinere ich ein Bild auf eine bestimmte Größe in KB?

Die Bordmittel von Windows, macOS und Smartphones kennen keine Zielgröße. Sie müssten also so lange verkleinern und neu speichern, bis es passt. FormShrink erledigt das automatisch für JPG, PNG und WebP, und für häufige Grenzen gibt es fertige Seiten wie 50 KB oder 100 KB. FormShrink rechnet dabei 1 KB als 1.024 Bytes.

JPG oder PNG: Was ergibt die kleinere Datei?

Für Fotos JPG, für Screenshots, Logos, Diagramme und alles mit feiner Schrift oder transparentem Hintergrund PNG. Ein Foto ist als JPG meist um ein Vielfaches kleiner, Text und einfarbige Flächen bleiben als PNG sauberer. JPG kennt keine Transparenz: Transparente Bereiche werden zu einer festen Farbe.

Warum ist mein Bild nach dem Verkleinern immer noch zu groß?

Meist ist es noch als PNG, BMP oder TIFF gespeichert, oder die JPG-Qualität ist noch sehr hoch. Auch unruhige Motive wie Laub, Kies oder Bildrauschen bei wenig Licht brauchen bei jeder Größe mehr Bytes. Speichern Sie als JPG, senken Sie die Qualität oder schneiden Sie weg, was Sie nicht brauchen.

Ist es sicher, Bilder online zu verkleinern?

Das hängt vom Anbieter ab, denn viele Online-Kompressoren laden Ihre Fotos auf ihre Server. FormShrink komprimiert im Browser, die Bilder verlassen Ihr Gerät nicht. Sie können das selbst prüfen: Trennen Sie nach dem ersten hinzugefügten Bild die Internetverbindung, das Tool arbeitet trotzdem weiter.

Warum zeigen Mac und Windows für dieselbe Datei unterschiedliche Größen an?

Der Finder unter macOS rechnet 1 KB als 1.000 Bytes, der Windows-Explorer als 1.024 Bytes. Eine Datei mit 102.400 Bytes erscheint auf dem Mac als 102 KB und unter Windows als 100 KB. Ist eine Grenze knapp, lassen Sie etwas Luft.